Camping in Oberbayern

Gelebtes Brauchtum

Schlösser wie Herrenchiemsee, Klöster wie das in Ettal, Wallfahrtsorte wie die Wieskirche oder die weltlängste Burg in Burghausen sind weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. In Oberbayern kann man Geschichte und Brauchtum nicht nur in Heimatmuseen bestaunen – es wird bis heute gelebt. Das zeigen zum Beispiel jährliche Almabtriebe, das Maibaum-Aufstellen oder das Goaßlschnoizn, bei dem eine Peitsche geschwungen wird, die durch eine schnelle Richtungsänderung einen Knall entstehen lässt.

Besuch im Museum

Was die Welt im Innersten zusammenhält, versuchen hochkarätige Schauen wie die im Deutschen Museum zu erklären – das Museum in München ist weltweit einer der größten naturwissenschaftlich-technischen seiner Art. Die Landeshauptstadt besitzt zudem zahlreiche Museen und Galerien mit hochkarätigen Ausstellungen. Neben alteingesessenen Einrichtungen wie den drei Pinakotheken, der Glyptothek und dem Haus der Kunst bereichern immer wieder neue Sammlungen das Angebot, wie zuletzt das Museum Brandhorst oder der Bau des Ägyptischen Museums.

Marstall Wiesnfestzelt

O´zapft is…

Bier spielt in Oberbayern eine besondere Rolle. Und das hat auch Gründe, denn Hopfen wächst nirgends so gut wie hier. In Oberbayern liegt ein Teil der Hallertau – mit rund 18.000 Hektar Deutschlands größtes Hopfenanbaugebiet und das größte zusammenhängende der Welt. Eine zünftige Brotzeit und ein frisch gezapftes Bier lässt sich in Oberbayern überall einnehmen: im Land-Biergarten, oben am Berg auf der Almhütte ebenso wie in einem der Brauhäuser wie dem Hofbräuhaus in München.

Flüsse, Seen und Berge

Oberbayern ist das Land zwischen Lech und Salzach, zwischen Altmühltal, den Bayerischen Alpen und dem Chiemgau. Die Berge der Region reichen von den Felslandschaften des Wettersteingebirges im Westen, zu dem auch Deutschlands höchster Berg, die Zugspitze gehört, über das Karwendelgebirge bis zu den Berchtesgadener Alpen (mit dem Nationalpark Berchtesgaden) im Osten. Oberbayern bietet die besten Voraussetzungen für Sportskanonen und erholungssuchende Genießer: das Angebot reicht von Skifahren und Snowboarden über Baden, Wandern, Mountainbiken, Radeln bis hin zu einfachen Spazierwegen im Tal. Wer kein Gipfelstürmer ist, kann weiter unten „immer schön im Fluss bleiben“: Von See zu See führt der Bodensee-Königssee-Radweg auf 418 Kilometern von Lindau ins Berchtesgadener Land, wo als Belohnung der berühmte Königssee mit seinem smaragdgrünen Wasser, berauschendem Bergpanorama und der berühmten Wallfahrtskirche St. Bartholomä wartet. Und auch unterwegs müssen die Radsportler nicht auf das quirlige Element verzichten: Die oberbayerischen Etappen führen vorbei am Kochelsee, durchs Tölzer Land, wo die junge Isar türkis glitzert, weiter zu Tegernsee und Schliersee und in einer nächsten Etappe zum bayerischen Meer, dem Chiemsee. In Bad Reichenhall entfaltet das Wasser seine ganze Heilkraft: Hier können die Radler im Gradierwerk reinste Alpensole-Luft atmen, bevor sie die letzte Etappe hinauf zum Königssee antreten.

Königssee

Tipps

Kunst mit Kuhmist und Blattgold

Der Illustrator und Künstler Werner Härtl malt ländliche Szenen mit frisch gezapfter Kuhkacke und veredelt sie mit Blattgold. Geht ihm die Farbe für seine Gemälde aus, spaziert er in den Kuhstall beim Bauern nebenan. Sobald bei einem der Tiere der Schwanz hochgeht, schlägt seine Stunde…

Kettcar-Fun am Kranzberg

Im Sommer könnt ihr den Kranzberg in Mittenwald mit dem Kettcar runtersausen. Die Strecke ist 1,7 km lang und führt durch den Bergwald und vorbei an Almwiesen. Das Mindestalter liegt bei 10 Jahren und die Mindestgröße bei 1,35 Meter.

Iss‘ doch Wurst!

Metzgermeisterin Ursula Sedlmayr aus Garmisch-Partenkirchen tüftelt an neuen Kreationen ihrer Rohwurststangerl. „Wenn es Pfefferbeißer gibt, kann es auch Ingwer-, Zwiebel-, Cranberry-, Lebkuchen- oder Rotweinstangerl geben“, findet sie und probiert gerne aus. Sie lässt sich auf ihrem Weg als Frau in einer Männerdomäne von nichts und niemandem beirren.


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